Neue Bildungsempfehlung an sächsischen Schulen
Die Empfehlung regelt den Übergang von der Grund- beziehungsweise Mittelschule aufs Gymnasium. Hier soll es zwei Stufen geben. Neben der bestehenden Möglichkeit nach Abschluss der Klasse 4 soll eine zweite nach Klasse 6 eingeführt werden. Auch dies soll mit dem Schuljahreswechsel 2011/12 erfolgen.
Grundlage ist der Notendurchschnitt in ausgewählten Fächern, bisher waren das Mathe und Deutsch. In Zukunft soll Sachkunde als drittes Fach hinzukommen. Darüber hinaus könnte der Wechsel aufs Gymnasium verweigert werden, wenn trotz eines Schnitts von 2,0 in einem der drei Fächer eine 4 als Note auftaucht. Sachsens CDU hatte sich bereits 2005 für eine Bildungsempfehlung von 2,0 ausgesprochen, was aber am Veto des damaligen Koalitionspartners SPD gescheitert war.
Kultusminister Roland Wöller (CDU) wollte Details einer möglichen Einigung nicht bestätigen. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen", sagte er auf Anfrage. Fest stehe lediglich, dass in jedem Falle die Formel "besser als 2,5" aus dem Koalitionsvertrag greife. Es bestehe aber "große Übereinstimmung", dass Sachkunde als drittes Fach hinzukomme.
Der FDP-Bildungspolitiker Norbert Bläsner begrüßte die Vorentscheidung. "Wir wollen die Leistungsanforderungen für den Wechsel aufs Gymnasium erhöhen", sagte er der LVZ. "Die Bildungsempfehlung wird auf eine breitere Basis gestellt, Schule wird durchlässiger und fairer." Auch der CDU-Bildungspolitiker Thomas Colditz sprach von einer "guten Lösung", er unterstütze 2,0 als Anforderungsniveau.
Jürgen Kochinke
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