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Andrang auf der 2. Dresdner Tattoo Convention: Körperkultur-Fans zeigen Haut und Farbe
Die Schar der Gäste könnte bunter nicht sein: junge Muttis mit Kinderwagen, ältere Herren mit Schnauzer, Teenies und solche mit offensichtlicher Tattoo-Leidenschaft wechseln sich in den langen Schlangen ab, die sich bereits zwei Stunden nach Messestart durch die engen Korridore zwischen den Ständen wälzen. Etwas haben sie alle gemein: die Faszination für den Kult um das Kunstobjekt Haut. Nicht jeder hat da zwingend selbst ein Tattoo, manch einer schaut einfach nur gerne.
Anita aus Dresden etwa ist im wahrsten Sinne des Wortes blutige Anfängerin. Seit vier Jahren überlege sie hin und her wegen eines Tattoos, sagt sie. Und da ist es auch schon geschehen: Die junge Frau sitzt etwas unsicher auf einem Hocker in einem improvisierten Tattoo-Studio und lässt sich ein Motiv auf den linken Oberarm stechen, während nur weniger Zentimeter entfernt die Menge vorbeiwogt. „Ein Herz mit Blumenranken", erklärt sie lächelnd. Schmerzhaft sei die Prozedur im Übrigen nicht wirklich: „Das hab ich mir viel schlimmer vorgestellt." Ganz anders dagegen Armin. Der Dynamo-Dresden-Fan kann über die Aufgeregtheit der Neulinge nur müde lächeln. Armin ist ein alter Hase im Tattoo-Geschäft. Er hat es sich auf einer Liege direkt am viel frequentierten Durchgang zum Konzertsaal bequem gemacht und lässt sich gerade den 4. apokalyptischen Reiter, den Tod, stechen. „Die anderen hab ich schon alle", erzählt er und lupft das Hosenbein. Armins ganzes Bein ist bereits tätowiert, „aber auf dem anderen ist noch Platz", scherzt er.
Angesagt sind derzeit vor allem wieder chinesische Schriftzeichen, alles was Ranken und Kringel hat sowie Sternchen und Herzen. Sie haben das viel bespöttelte Arschgeweih längst in der Rangordnung der beliebtesten Tattoo-Motive abgelöst. Den Tätowierern selbst macht hingegen vor allem Spaß, wobei sie sich kreativ voll ausleben können. Dabei exitieren für den Laien kaum zu erkennende Unterschiede in der Linienführung. Unter anderem zwischen Old- und Newschool unterscheidet hier der Profi.
Um die Stände mit den Tätowierutensilien drängen sich die Profis: Hier gibt es alles, was der Tattoo-Künstler für sein Metier braucht: Farbe in allen Nuancen, Nadeln, Schläuche. Anderswo gibt es Piercing-Schmuck, Klamotten und Accessoires. Über all den Trubel und selbst noch über die lautstarke Musik hinweg dröhnt das stete Surren der Tätowiernadeln. Ein kleines bisschen erinnert der Gang über die Messe an einen Besuch beim Zahnarzt. Und wie beim Zahnarzt ist auch beim Tätowieren Schmerz ein Thema. Die vielen jungen Menschen auf den Liegen und Hockern der präsenten Tattoo-Studios aus aller Welt ertragen ihn jedenfalls mit Fassung.
Wer Lust bekommen hat, kann auch am Sonntag noch der Tattoo Convention im Alten Schlachthof einen Besuch abstatten. Geöffnet ist von 11 bis 20 Uhr, der Eintritt kostet für den Tag 10 Euro.
Anita aus Dresden etwa ist im wahrsten Sinne des Wortes blutige Anfängerin. Seit vier Jahren überlege sie hin und her wegen eines Tattoos, sagt sie. Und da ist es auch schon geschehen: Die junge Frau sitzt etwas unsicher auf einem Hocker in einem improvisierten Tattoo-Studio und lässt sich ein Motiv auf den linken Oberarm stechen, während nur weniger Zentimeter entfernt die Menge vorbeiwogt. „Ein Herz mit Blumenranken", erklärt sie lächelnd. Schmerzhaft sei die Prozedur im Übrigen nicht wirklich: „Das hab ich mir viel schlimmer vorgestellt." Ganz anders dagegen Armin. Der Dynamo-Dresden-Fan kann über die Aufgeregtheit der Neulinge nur müde lächeln. Armin ist ein alter Hase im Tattoo-Geschäft. Er hat es sich auf einer Liege direkt am viel frequentierten Durchgang zum Konzertsaal bequem gemacht und lässt sich gerade den 4. apokalyptischen Reiter, den Tod, stechen. „Die anderen hab ich schon alle", erzählt er und lupft das Hosenbein. Armins ganzes Bein ist bereits tätowiert, „aber auf dem anderen ist noch Platz", scherzt er.
Angesagt sind derzeit vor allem wieder chinesische Schriftzeichen, alles was Ranken und Kringel hat sowie Sternchen und Herzen. Sie haben das viel bespöttelte Arschgeweih längst in der Rangordnung der beliebtesten Tattoo-Motive abgelöst. Den Tätowierern selbst macht hingegen vor allem Spaß, wobei sie sich kreativ voll ausleben können. Dabei exitieren für den Laien kaum zu erkennende Unterschiede in der Linienführung. Unter anderem zwischen Old- und Newschool unterscheidet hier der Profi.
Um die Stände mit den Tätowierutensilien drängen sich die Profis: Hier gibt es alles, was der Tattoo-Künstler für sein Metier braucht: Farbe in allen Nuancen, Nadeln, Schläuche. Anderswo gibt es Piercing-Schmuck, Klamotten und Accessoires. Über all den Trubel und selbst noch über die lautstarke Musik hinweg dröhnt das stete Surren der Tätowiernadeln. Ein kleines bisschen erinnert der Gang über die Messe an einen Besuch beim Zahnarzt. Und wie beim Zahnarzt ist auch beim Tätowieren Schmerz ein Thema. Die vielen jungen Menschen auf den Liegen und Hockern der präsenten Tattoo-Studios aus aller Welt ertragen ihn jedenfalls mit Fassung.
Wer Lust bekommen hat, kann auch am Sonntag noch der Tattoo Convention im Alten Schlachthof einen Besuch abstatten. Geöffnet ist von 11 bis 20 Uhr, der Eintritt kostet für den Tag 10 Euro.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 04.02.2012, 16:06 Uhr
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