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Maskenball im Pflegeheim Roßwein


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    Foto: Wolfgang Sens
    Ernst Weber hat viel Spaß, nicht nur beim Basteln seiner Eselsmaske. Er unterhält mit lustigen Anekdoten gleich die ganze Runde.
Roßwein (sf). Gute Stimmung herrscht derzeit alle zwei Wochen im Gemeinschaftsraum des Roßweiner Pflegeheims Berta Börner. Eine Stunde lang basteln neun Bewohner an tönernen Vorlagen für kunstvolle italienische Masken. Dafür kommt Pier Giorgio Furlan jedes Mal extra aus seinem Kunstzentrum in Ehrenberg in die Muldestadt und verbreitet gute Laune und italienisches Flair.

Schon vor seinem Eintreffen ist die Stimmung unter den Hobbykünstlern gut. "Soll ich mal einen Witz erzählen?", fragt Ernst Weber. "Es ist auch ein stubenreiner", fügt der 89-Jährige schelmisch hinzu und schon bricht Gelächter in der Runde aus. Der frühere Schlosser aus Gleisberg unterhält die Runde quasi im Alleingang, bis es losgeht.

Auf den Tischen liegen die bisher gefertigten groben Formen für die Masken. Die meisten haben sich Tierformen gesucht - Mäuse, Katzen, sogar ein Esel ist dabei. Um einen Kegel aus Pappmaschee ist dabei grauer Ton geformt. Die Tierfiguren sind bereits zu erkennen, sehen aber noch etwas grobschlächtig aus.

Das soll sich an diesem Vormittag ändern. Mit einem lauten "Buon giorno" begrüßt Furlan seine Schüler und gibt gleich noch eine kurze Italienisch-Stunde. "Buena sera heißt guten Abend und Buena notte gute Nacht", erklärt er. "Schon haben sie drei Wörter gelernt", fügt der Venezianer lachend hinzu. Dann geht es an die Arbeit. Die Modelle werden nass gesprüht. Die Bewohner sollen die Oberfläche gänzlich glatt drücken. Das geht mit bloßen Fingern und macht allen sichtlich Spaß.

Bis Mai sollen die Masken fertig sein. Wenn das Grundmodell steht, wird es mit Gips ausgegossen, der dann mit Farbe und Stoffstücken verziert wird. "Je nachdem, welche Masken wir dann haben, schreibe ich auch ein kleines Stück, dass die Bewohner dann selbst aufführen", sagt Furlan. Dabei sei es egal, ob der Maskenträger gut zu Fuß sei oder nicht. "Sie können auch im Rollstuhl spielen, so wie sie können", sagt er. Maximal eine Viertelstunde soll das Stück dauern, dass im Mai bei einem Fest im Pflegeheim aufgeführt wird. Bis dahin müssen die Maskenbastler noch ordentlich kneten, malen und kleben.


Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 16.02.2012.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 15.02.2012, 21:30 Uhr
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