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Von Nazis beschlagnahmtes Gemälde kommt zurück in Dresdner Kunstsammlungen

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  • Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister.
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    Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister.
Dresden. Nach 75 Jahren kehrt erstmals eines der von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmten Dresdner Gemälde in die Galerie Neue Meister zurück. Erich Heckels 1916 entstandenes Bild „Männer am Meer“ wurde vom Freistaat rückerworben, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am Montag mitteilten. Damit könne eine für Dresden noch immer empfindlich spürbare Lücke geschlossen werden.

1937 waren auf Geheiß der Nazis rund 50 Werke der Galerie als „entartete Kunst“ aussortiert worden. „Es ist eine ganz besondere Bereicherung, nach nunmehr rund einem Dreivierteljahrhundert erstmals wieder ein Bild in Empfang nehmen zu dürfen, das einstmals unter so schmählichen Umständen das Museum verlassen musste“, sagte Galeriedirektor Ulrich Bischoff.

„Männer am Meer“ zeigt Soldaten eines Sanitätszuges beim Bade in Ostende/Westflandern. Es wurde 1920 mit Hilfe des Freundeskreises für die Gemäldegalerie gekauft und war im Semperbau am Zwinger zu sehen, bis es 1937 beschlagnahmt und 1940 in private Hand verkauft wurde.

Ende der 1980er-Jahre hatten sich die Staatlichen Kunstsammlungen schon einmal erfolglos um den Rückkauf des Gemäldes aus westdeutschem Privatbesitz bemüht. „Männer am Meer“ ist nun das einzige Hauptwerk von Heckel (1883-1970), dem Mitbegründer der berühmten Dresdner Künstlergruppe „Brücke“, in der Galerie Neue Meister. Es enthält Elemente der Formensprache des Kubismus und des Expressionismus.

© Döbelner-Allgemeine-Online, 20.02.2012, 11:30 Uhr
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