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Hochwasser: Warnstufe 4 vereinzelt möglich

Dirk Wurzel, Heiko Stets

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    Foto: Wolfgang Sens
    Für die Flüsse in der Region Döbeln erwarten die Experten in den kommenden Tagen steigende Pegel.
Region Döbeln. Die Landeshochwasserzentrale (LWHZ) Sachsen warnt vor steigenden Flüssen im Altkreis. So erwarten die Meteorologen für heute starke Niederschläge. Dadurch können die Pegel der Freiberger Mulde und ihrer Nebenflüsse bis zur Hochwasserwarnstufe drei klettern. Auch dass Warnstufe 4 (Katastrophenalarm) vereinzelt überschritten wird, schließt die Behörde nicht aus. "Eine genaue Eingrenzung, welche Gebiete betroffen sein werden, ist derzeit nicht möglich", sagt LWHZ-Sprecherin Birgit Seeber. Nach ihren Worten können in den Kammlagen des Erzgebirges bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen. Im Erzgebirge entspringen auch die für die Region wichtigen Flüsse Freiberger Mulde und Zschopau. "Wir können derzeit noch nicht sagen, welche Gewässer die Niederschlagsmengen abtransportieren", sagt Birgit Seeber. Detaillierte Vorhersagen seien erst im Laufe des heutigen Freitags möglich.

Auch wenn die Flusspegel bis zum Redaktionsschluss unter dem Grenzwert der Warnstufe 1 lagen, ist es möglich, dass sich das schnell ändert. "Von null auf drei, damit muss man rechnen", sagt LWHZ-Sprecherin Seeber. Hoffnung auf Besserung kann der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig nicht machen. "Wir erwarten bis Sonntag Mittag Gewitter mit Starkniederschlägen, besonders im Stau der Mittelgebirge", sagt DWD-Meteorologe Sebastian Manns. Waldheim rüstet sich bereits für den Ernstfall. Seit gestern 15 Uhr sind fünf Mitarbeiter des Bauhofes in Bereitschaft. Sie sollen vor allem ein Auge auf die kleineren Flüsse und Bäche werfen. "Ich gehe nicht davon aus, dass die Zschopau Schwierigkeiten macht", sagt Bürgermeister Steffen Blech (CDU). In Waldheim stünden bei Bedarf 9000 Sandsäcke, die noch gefüllt werde müssten, zur Verfügung. In Rudelsdorf am Salzlager liegen 500 bereits gefüllte Sandsäcke bereit, so Blech. Die Verwaltung will einfach vorbereitet sein, sollte es zum Überlaufen der kleinen Zuflüsse der Zschopau kommen. Bereits am Mittwochabend staute sich der Eulitzbach in Rudelsdorf. Dort wird gerade eine Brücke über das Gewässer erneuert. Durch die Arbeiten im und am Bach entstanden Staustufen, die Mitarbeiter des Bauunternehmens entfernten. "Es war noch nichts schlimmeres passiert", so Blech, der sich selber ein Bild von der Lage vor Ort machte.

Allzeit bereit ist der Katastrophenschutz auf Landkreisebene: "Die entsprechenden Einheiten im Kreis sind immer einsatzbereit, unabhängig von der Wetterprognose. Sollte sich abzeichnen, dass entsprechende Hochwasserwarnstufen erwartet werden, werden auch die Mitglieder des Verwaltungsstab entsprechend aktiviert", sagt André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes. Dirk Wurzel/Heiko Stets

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 31.05.2013.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 30.05.2013, 18:57 Uhr
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