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Niedrigwasser in Sachsens Flüssen - Schifffahrt derzeit nicht behindert

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  • Trockenheit und Hitze machen sich zunehmend in Sachsens Gewässern bemerkbar.
    Foto: dpa
    Trockenheit und Hitze machen sich zunehmend in Sachsens Gewässern bemerkbar.
Dresden (dpa/sn) - Waldbrandgefahr und Niedrigwasser: Trockenheit und Hitze machen sich zunehmend in Sachsens Gewässern und Wäldern bemerkbar. Derzeit führt die Hälfte aller Flüsse Niedrigwasser. Vor allem die Gewässer in Westsachsens seien betroffen, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Karin Bernhardt, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Behinderungen der Elb-Schifffahrt gibt es den Angaben nach aber noch nicht. Der aktuelle Pegelstand von 1,05 Meter stelle keine Beeinträchtigung dar, sagte die Pressesprecherin der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe, Mandy Seeliger. Sowohl Ausflugsdampfer als die gewerblichen Schiffe könnten passieren.

Dresden-Hosterwitz war am Nachmittag mit 39,8 Grad Celsius laut Messungen der heißeste Ort Sachsen. Tausende Menschen suchten Abkühlung in Freibädern und Seen. Im Waldbad Weixdorf bei Dresden musste jedoch das Nichtschwimmerbecken wegen Bakterienbefalls gesperrt werden. In Zinnwald wurde eine erhöhte Ozonkonzentration gemessen. Die Behörden rieten von körperlich anstrengenden Tätigkeiten und Ausdauersport ab.

Für einige Waldgebiete gilt zudem bereits die höchste Warnstufe. Vor allem im Norden des Freistaates besteht wegen der anhaltenden Trockenheit sehr hohe Waldbrandgefahr. In den Kreisen Nordsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz war örtlich die Warnstufe 4 ausgerufen, in einigen anderen Gebieten Stufe 3. Verantwortlich dafür seien die sehr trockenen Kieferböden, die kaum Feuchtigkeit aufnähmen, sowie die generelle Niederschlagsarmut in diesen Regionen, sagte der Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst, Daniel Thomann. Mit größeren Auswirkungen der Trockenheit auf die Wälder sei aber nicht zu rechnen, weil es im Juli schon sehr viel geregnet habe.

Hoch „Achim“ sorgte für „fast tropisch angehauchte Luft“. „Teilweise kann sie sogar von feinem Saharastaub durchsetzt sein“, sagte Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Mit der „afrikanischen Hitze“ werde es aber in der Nacht vorbei sein. Erste unwetterartige Gewitter waren bereits für Montagabend angesagt. Sie setzten sich dann am Dienstag bei einem Mix aus Sonne und Wolken sowie Temperaturen bis maximal 30 Grad fort. Bis Ende der Woche gebe es „freundliches Spätsommerwetter“ bei Werten bis 23 Grad und mit gelegentlichen Schauern - zur Freude der Landwirte.

© Döbelner-Allgemeine-Online, 20.08.2012, 20:31 Uhr
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