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Weiterhin sibirischer Frost in Leipzig – Eisschollen auf den Gewässern der Messestadt

Matthias Puppe

  • Blick in Richtung Weiße Elster.
    Foto: Dirk Knofe
    Blick in Richtung Weiße Elster.
Leipzig. Dieter lässt uns weiter zittern. Das sibirische Hochdruckgebiet mit dem eisigen Atem und dem ungetrübten Blick zum Firmament bestimmt weiterhin das Wetter in der Messestadt. „Der Trend setzt sich in den kommenden Tagen fort“, sagte Manuel Voigt, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, am Freitag gegenüber LVZ-Online.

Konkret bedeutet das: In den Nächten fällt das Quecksilber bis auf minus 15 Grad Celsius, am Tag steigt es kaum über minus zehn Grad Celsius. Das Tief „Katarzyna“ über der Ostsee, in dessen Schlepptau auch ein paar Wolkenfelder mit vereinzeltem Schneegriesel nach Leipzig gelangten, fällt nach Angaben des Wetterdienstes kaum ins Gewicht.

Ganz im Gegenteil: Am Wochenende erwarten uns besonders schöne Wintertage, sagte Meteorologe Voigt und fügte an: „Eigentlich wird es nun jeden Tag besser“. In der zweiten Wochenhälfte klettern die Temperaturen angesichts des Sonnenscheins tagsüber gar wieder auf mildere minus drei Grad, prognostizierte der Wetterexperte. „Von Tauwetter kann allerdings noch keine Rede sein“, sagte Voigt.



Zugefrorene Gewässer in Leipzig – Stadtverwaltung warnt vor einem Betreten

Die frostigen Temperaturen bei sonniger Gesamtsituationen lassen auch die Herzen  von Leipzigs Schlittschuh-Fans höher schlagen. Zumal die Gewässer in der Stadt überall von Eisdecken überzogen sind. Ob am Elsterwehr, im Clara-Zetkin-Park oder auf den Kanälen in den Stadtteilen Schleußig und Plagwitz: die Oberfläche des kalten Nass ist in Kristallen erstarrt. Die Stadtverwaltung warnt allerdings auch trotz mutmaßlicher Tragkraft der Eisschichten vor einem Betreten: „Da Stärke und Tragfähigkeit der natürlichen Eisflächen schwer einschätzbar sind, geben selbst dicke Eisflächen keine Garantie auf ausreichende Belastbarkeit“, heißt es dazu aus dem Amt für Umweltschutz.

Wer trotzdem sein Glück auf den Leipziger Gewässern versuchen möchte, handelt auf eigene Gefahr und muss einen eventuellen Einsatz von Rettungskräften dann selbst bezahlen. Für den gefahrlosen Doppel-Achsel in Kati Witt’scher Manier empfehlen die Behörden statt dessen die künstlichen Eisflächen im Zoo oder in der Ice-Arena auf der Alten Messe.

Eisbrecher auf der Elbe - noch keine Sperrung des Schiffsverkehrs

  • Eisschollen auf der Elbe bei Dresden
    Foto: dpa
    Eisschollen auf der Elbe bei Dresden
Auch auf der Elbe haben sich inzwischen schon Eisflächen gebildet. Damit der Schiffsverkehr noch nicht unterbrochen werden muss, verkehrt ein Eisbrecher zwischen den Häfen in Dresden, Riesa und Torgau. „Die Häfen sind mit einer bis zu zehn Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt“, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden, Klaus Kautz, am Freitag. Am Morgen brach das Spezialschiff Eisbrocken am Schutzhafen in Dresden-Pieschen auf, am Mittag sollte der Riesaer Hafen beräumt werden. Güterschiffe seien derzeit noch unterwegs, hieß es. Erst wenn die Elbe in der Breite etwa zur Hälfte mit Treibeis bedeckt sei, werde sie für Schiffe gesperrt.

© Döbelner-Allgemeine-Online, 03.02.2012, 12:55 Uhr
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