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100 000 Thüringer hatten schon einmal Krebs
Jena. In Thüringen leben nach Angaben der Krebsgesellschaft derzeit mehr als 100 000 Menschen, die sich bereits einmal einer Krebsbehandlung unterziehen mussten. „Nicht selten liegt die Erkrankung schon viele Jahre zurück und ist seitdem nicht wieder aufgetreten“, sagte die Geschäftsführerin der Thüringischen Krebsgesellschaft, Brigitte Möhler.
Allerdings gelte das nicht für alle Krebsarten. Während etwa die Überlebenschancen bei Brust- oder Prostatakrebs durch frühzeitige Diagnose bei 90 Prozent lägen, hätten Lungenkrebs-Patienten deutlich schlechtere Prognosen.
Brustkrebs-Patientinnen profitieren demnach vor allem von der intensivierten Früherkennung, besonders der Mammografie, der Röntgenuntersuchung der Brust. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren wird diese mit dem sogenannten Mammografie-Screening inzwischen flächendeckend angeboten und von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Bei Männern mit Prostatakrebs spielten vor allem verbesserte Behandlungsmethoden eine Rolle, sagte Möhler. „Vorsorgemuffel sind Männer leider immer noch.“
Bei rund 60 000 Thüringern liegt der Abschluss der Krebstherapie nach Daten des Sozialministeriums derzeit bis zu zehn Jahre zurück. Krebspatienten gelten als geheilt, wenn die Krankheit über einen Nachsorgezeitraum von fünf Jahren nicht wieder aufgetreten ist. „Trotzdem ist für viele das Kapitel auch dann nicht vollständig abgeschlossen“, sagte Möhler. „Die Folgen begleiten sie oftmals ein Leben lang.“ Das gelte nicht nur für körperliche Beeinträchtigungen etwa durch künstliche Darmausgänge oder schmerzhafte Gewebeschwellungen wegen entfernter Lymphknoten.
Oft benötigen Ex-Krebspatienten nach den Erfahrungen der Fachgesellschaft auch noch viele Jahre nach der Krankheit psychosoziale Beratung oder die Unterstützung von Selbsthilfegruppen. In Thüringen gibt es neun psychosoziale Krebsberatungsstellen, unter anderem in Jena, Weimar, Erfurt, Altenburg, Gotha und Nordhausen sowie 80 Selbsthilfegruppen für Krebspatienten. Im Freistaat werden jährlich mehr als 13 000 Menschen mit der Diagnose Krebs konfrontiert.
Allerdings gelte das nicht für alle Krebsarten. Während etwa die Überlebenschancen bei Brust- oder Prostatakrebs durch frühzeitige Diagnose bei 90 Prozent lägen, hätten Lungenkrebs-Patienten deutlich schlechtere Prognosen.
Brustkrebs-Patientinnen profitieren demnach vor allem von der intensivierten Früherkennung, besonders der Mammografie, der Röntgenuntersuchung der Brust. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren wird diese mit dem sogenannten Mammografie-Screening inzwischen flächendeckend angeboten und von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Bei Männern mit Prostatakrebs spielten vor allem verbesserte Behandlungsmethoden eine Rolle, sagte Möhler. „Vorsorgemuffel sind Männer leider immer noch.“
Bei rund 60 000 Thüringern liegt der Abschluss der Krebstherapie nach Daten des Sozialministeriums derzeit bis zu zehn Jahre zurück. Krebspatienten gelten als geheilt, wenn die Krankheit über einen Nachsorgezeitraum von fünf Jahren nicht wieder aufgetreten ist. „Trotzdem ist für viele das Kapitel auch dann nicht vollständig abgeschlossen“, sagte Möhler. „Die Folgen begleiten sie oftmals ein Leben lang.“ Das gelte nicht nur für körperliche Beeinträchtigungen etwa durch künstliche Darmausgänge oder schmerzhafte Gewebeschwellungen wegen entfernter Lymphknoten.
Oft benötigen Ex-Krebspatienten nach den Erfahrungen der Fachgesellschaft auch noch viele Jahre nach der Krankheit psychosoziale Beratung oder die Unterstützung von Selbsthilfegruppen. In Thüringen gibt es neun psychosoziale Krebsberatungsstellen, unter anderem in Jena, Weimar, Erfurt, Altenburg, Gotha und Nordhausen sowie 80 Selbsthilfegruppen für Krebspatienten. Im Freistaat werden jährlich mehr als 13 000 Menschen mit der Diagnose Krebs konfrontiert.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 04.02.2012, 13:08 Uhr
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