Handball
Fachjury bestätigt: Richwien hat den schönsten Wurf - Aue verliert gegen deutsches B-Team
Leipzig. Der EHV Aue hatte sich richtig was vorgenommen gegen die B-Nationalmannschaft von Martin Heuberger. Am Ende ging es aber nicht ganz auf - die in der ersten und zweiten Liga aktiven Nachwuchshandballer gewannen nach zweimal 25 Minuten deutlich mit 22:35. Zur Halbzeit hatte der Drittligist beim 13:17 immerhin noch Blickkontakt.
Dennoch: Aue - derzeit Tabellenerster - hat beim Vorspiel des All Star Games die Bühne Arena Leipzig genutzt und sich als richtig gute Drittliga-Mannschaft präsentiert. Vor allem Dener Jaanimaa brachte Torhüter Nils Dresrüsse vom TBV Lemgo und Dario Quenstedt vom TuS Lübbecke-Nettelstedt mit seinen sieben Treffern ein ums andere Mal in Verlegenheit. Auf der anderen Seite zeichnete sich Aues Torhüter Timo Meinl gleich mehrfach aus und bekam Szenenapplaus.
Die erhoffte Kulisse von 7500 Zuschauer blieb der Mannschaft aus dem Erzgebirge allerdings anfangs verwehrt. Viele Besucher schlenderten während der Partie noch durch den Eingangsbereich oder stellten sich an der benachbarten Judohalle nach einem Autogramm der Bundesliga All Stars an.
Martin Heuberger will das B-Team neu beleben und den Anfang 20-jährigen Profis den Übergang von der Juniorennationalmannschaft zur A-Mannschaft erleichtern. Viele der berufenen Auswahlspieler hat Heuberger einst selbst als Nachwuchstrainer beim DHB geformt und 2009 zum Weltmeistertitel geführt. "Einige Spieler werden wir auch zu Lehrgängen des A-Teams einladen", sagte Heuberger. Für den Nachwuchs sei es aber noch harter Weg.
Die Rolle des EHV Aue hätte am Sonnabend auch gern der SC DHfK eingenommen. Die Grün-Weißen spielen am Sonntag aber in der zweiten Bundesliga gegen Erlangen und die Franken haben einer Verlegung nicht zugestimmt. „Schade für uns, wir hätten uns dem Publikum gern gezeigt, das lässt sich aber nicht ändern", sagte Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer.
Für seine Spieler wäre es neben dem Vergleich auch eine gute Gelegenheit gewesen, die Arena als Spielstätte auszuprobieren. Im März empfangen die Leipziger hier Schwerin zum Punktspiel. Der Vorverkauf läuft bereits. In der kommenden Saison soll dann ein kompletter Umzug in die große Halle folgen.
Der Showteil kam für die Besucher zwischen den beiden Handballspielen nicht zu kurz. Standen sich im vergangenen Jahr noch zwei Prominentenmannschaften gegenüber, ließen die Organisatoren in diesem Jahr den deutschen Meister im Radball gegen den Vizemeister antreten - eine Aktion zu Gunsten der Sporthilfe.
Das Handball nicht nur Tempo und Körperkontakt bedeutet, sondern auch feinste Ballästhetik, zeigten Robert Weber (SC Magdeburg), Ivan Nincevic, Markus Richwien (beide Füchse Berlin) und Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar-Löwen) im Trickwurfwettbewerb. Im Tor stand Goran Stojanovic (Rhein-Neckar Löwen).
Das Duell entschied eine Fachjury mit Mette Ommundsen (HC Leipzig), René Boese (SC DHfK) und Andreas Thiel (früherer Nationaltorhüter) zu Gunsten von Richwien. B-Nationalmannschaft: Dresrüsse, Quenstedt - Gutbrod 1, Maas 1, Fäth 4, Sellin 5/3, Coßbau, 4, Nippes 3, Pekeler 6, Pevnov 2, Häfner 3, Hornke 5/3, Schmidt 1 EHV Aue: Skabelkis, Meinl - Schäfer, Meinhardt 1, Roch, Berthold 3, Jaanimaa 7, Mägi 3, Vesely, 1, Faith 4/2, Uematsu, Wittig 3, Otto, Matschos
Dennoch: Aue - derzeit Tabellenerster - hat beim Vorspiel des All Star Games die Bühne Arena Leipzig genutzt und sich als richtig gute Drittliga-Mannschaft präsentiert. Vor allem Dener Jaanimaa brachte Torhüter Nils Dresrüsse vom TBV Lemgo und Dario Quenstedt vom TuS Lübbecke-Nettelstedt mit seinen sieben Treffern ein ums andere Mal in Verlegenheit. Auf der anderen Seite zeichnete sich Aues Torhüter Timo Meinl gleich mehrfach aus und bekam Szenenapplaus.
Die erhoffte Kulisse von 7500 Zuschauer blieb der Mannschaft aus dem Erzgebirge allerdings anfangs verwehrt. Viele Besucher schlenderten während der Partie noch durch den Eingangsbereich oder stellten sich an der benachbarten Judohalle nach einem Autogramm der Bundesliga All Stars an.
Martin Heuberger will das B-Team neu beleben und den Anfang 20-jährigen Profis den Übergang von der Juniorennationalmannschaft zur A-Mannschaft erleichtern. Viele der berufenen Auswahlspieler hat Heuberger einst selbst als Nachwuchstrainer beim DHB geformt und 2009 zum Weltmeistertitel geführt. "Einige Spieler werden wir auch zu Lehrgängen des A-Teams einladen", sagte Heuberger. Für den Nachwuchs sei es aber noch harter Weg.
Die Rolle des EHV Aue hätte am Sonnabend auch gern der SC DHfK eingenommen. Die Grün-Weißen spielen am Sonntag aber in der zweiten Bundesliga gegen Erlangen und die Franken haben einer Verlegung nicht zugestimmt. „Schade für uns, wir hätten uns dem Publikum gern gezeigt, das lässt sich aber nicht ändern", sagte Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer.
Für seine Spieler wäre es neben dem Vergleich auch eine gute Gelegenheit gewesen, die Arena als Spielstätte auszuprobieren. Im März empfangen die Leipziger hier Schwerin zum Punktspiel. Der Vorverkauf läuft bereits. In der kommenden Saison soll dann ein kompletter Umzug in die große Halle folgen.
Der Showteil kam für die Besucher zwischen den beiden Handballspielen nicht zu kurz. Standen sich im vergangenen Jahr noch zwei Prominentenmannschaften gegenüber, ließen die Organisatoren in diesem Jahr den deutschen Meister im Radball gegen den Vizemeister antreten - eine Aktion zu Gunsten der Sporthilfe.
Das Handball nicht nur Tempo und Körperkontakt bedeutet, sondern auch feinste Ballästhetik, zeigten Robert Weber (SC Magdeburg), Ivan Nincevic, Markus Richwien (beide Füchse Berlin) und Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar-Löwen) im Trickwurfwettbewerb. Im Tor stand Goran Stojanovic (Rhein-Neckar Löwen).
Das Duell entschied eine Fachjury mit Mette Ommundsen (HC Leipzig), René Boese (SC DHfK) und Andreas Thiel (früherer Nationaltorhüter) zu Gunsten von Richwien.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 04.02.2012, 12:53 Uhr
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