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20 Jahre Fußbodenbau Markert - Familienunternehmen mit Fundament
Ebersbach (FP). Im Vordergrund will Reinhard Markert nicht stehen, wenn über seine Firma gesprochen wird. "Ohne meine Mitarbeiter geht gar nichts", sagt er. Diese Philosophie hat ihn weit gebracht. Das Unternehmen Fußbodenbau Markert im Ebersbacher Gewerbegebiet existiert seit 20 Jahren. Schon in der DDR hatte der Inhaber davon geträumt, sich selbstständig zu machen. "Das war aber nicht möglich", erklärt er. So lernte er Maurer, machte in den 1980ern seinen Meister für bautechnische Instandsetzung. Erst die Wende ermöglichte es ihm, Unternehmer zu werden. Für die nötigen Zusatzausbildungen setzte er sich nochmals auf die Schulbank. Nach kurzer Arbeitslosigkeit gründete er seinen Betrieb. "Wir spezialisierten uns auf das Gebiet Fußbodenbau." Mit "wir" meint er sich und seinen Sohn René. Die beiden und ein Maurer, den er über das Arbeitsamt fand, waren das anfängliche Team auf den Baustellen. Ehefrau Heidrun Markert arbeitete im Büro mit und hielt den Haushalt im Griff. Bergauf ging es in den 90er Jahren. Zehn Beschäftigte waren in der, wie er es nennt, "Sturm- und Drang-Zeit" angestellt. Markert, der in einem Ebersbacher Bauerngut begonnen hatte, errichtete eine Halle im Gewerbegebiet, die bis heute der Firmensitz ist. Dann flachte der Bauboom in der Region ab. Das Gros der Eigenheime stand; die öffentliche Hand vergab weniger Aufträge. So schrumpfte der Betrieb. 2002 und '03 gab es zwar nochmals eine Spitze, doch seitdem handelt es sich um ein reines Familienunternehmen. Reinhard und Heidrun Markert schmeißen den Laden mit ihren Söhnen René und Silvio. Angestellt ist Tommy, der in der Firma lernte. Das Geschäft bezeichnet der Inhaber als stabil. Die Auftragslage ist nach seinen Worten gut. Er selbst sieht sich als Mann für alles. Wird er nicht im Büro gebraucht, packt er draußen mit an. Das Team legt dann Dämmungen und Feuchtigkeitssperren, bringt Estriche auf. "Bis auf den Belag machen wir also den Unterbau", erklärt der Chef. Aufträge erhält er nicht nur von Häuslebauern, sondern auch von regionalen Bauformen sowie dem Unternehmen Town & Country Haus. "Unser Einzugsbereich erstreckt sich von Chemnitz bis Dresden und Leipzig." Reinhard Markert will noch ein paar Jährchen die Fäden in der Hand behalten. Mit 65 weiß er aber auch, dass schnell einmal gesundheitlich etwas dazwischen kommen kann. "Deshalb möchte ich noch einen Lehrling ausbilden, der mich ersetzt, falls ich mal ausfalle", erklärt er. "Aber es ist nicht gerade leicht, einen geeigneten Bewerber zu finden." Die Nachfolge hat er im Kopf bereits geregelt. Seine beiden Söhne sollen den Betrieb einmal übernehmen. Dass er ihnen nicht zur Last wird, dafür hat er gesorgt. "Neue Technik habe ich mir nur gekauft, wenn ich sie mir leisten konnte. Dafür und für die Halle sind die Kredite abbezahlt", kann Reinhard Markert beruhigt sagen.
Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 17.02.2012.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 16.02.2012, 21:39 Uhr
© Döbelner-Allgemeine-Online, 16.02.2012, 21:39 Uhr
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