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Demo zu Schimmel-Turnhalle in Freital abgesagt

 Freital (DNN). Die Schüler und Eltern vom Freitaler Weißeritzgymnasium haben die Nase voll: Nach wie vor ist die im vergangenen Jahr für 1,3 Millionen Euro gebaute - aber bisher nicht in Betrieb genommene - Sporthalle auf der Johannisstraße wegen Schimmelbefall gesperrt. Wann der Betrieb aufgenommen wird, lässt das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Schulträger Elternsprechern und Schulleitung gegenüber bislang offen. Nachdem zahlreiche Briefe an die Verantwortlichen unbeantwortet geblieben sind, wollten die Betroffenen heute Nachmittag ihrem Ärger mit einer Demonstration Luft machen.

Gestern Nachmittag dann die Information: Die Demo wird nicht stattfinden! Der Grund: Es müssen sechs Ordner mit Armbinden bereitgestellt und die Demonstrationsgründe schriftlich und rechtlich belegt dargestellt werden. Für Elternsprecher Thomas Hoinka waren diese Auflagen in der Kürze nicht zu schaffen. Erschwerend kam hinzu, die auf städtischem Gelände geplante Aktion war nicht angemeldet. "Wenn sich nichts tut, werden wir dennoch auf die Straße gehen!", betonte gestern Joachim Freikamp, einer der Demo-Initiatoren.

Schulleiterin Renate Kühnel: "Es ist traurig, dass die Schüler ihre Turnhalle noch immer nicht in Besitz nehmen können." Seit Schuljahresbeginn habe der Stundenplan deshalb drei Mal geprüft werden müssen. Die Sportlehrer schaffen es nicht, die Gerätestrecken auf die Schnelle umzubauen, der Geräteraum lasse nur begrenzte Übungen zu. "Jungen und Mädchen müssen wieder zusammen Sportunterricht machen - eine Situation, die es so am Weißeritzgymnasium nicht mehr gegeben hatte", sagte Kühnel. So wie die Eltern musste auch die Schulleiterin lange auf Post aus dem Landratsamt warten. Am 20. Januar gab es eine Beratung vor Ort.

Elf Tage später erreicht die Betroffenen eine Pressemitteilung. Darin heißt es, dass die Gutachten über die Ursachenermittlung vorliegen, aber keine Ursache für den Schimmelbefall festzustellen war. Kondensatbildung und erhöhte Baufeuchte seien auszuschließen. Jetzt soll die Prallwand und der Sportboden der unbenutzten Turnhalle entfernt werden, um die Ursache des Schimmels auf Sportgeräten zu klären. Einen Termin für den Abschluss der Arbeiten gíbt es nicht. Seit 5. Oktober 2011 sollten die 930 Schüler die Halle eigentlich nutzen können. Kerstin Ardelt


Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.02.2012.
© DNN-Online, 01.02.2012, 21:33 Uhr
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