Nachrichten
> Leipziger zahlen Spitzenmieten in Sachsen - eisiger Winter treibt Betriebskosten in die Höhe
Aktuell
Leipziger zahlen Spitzenmieten in Sachsen - eisiger Winter treibt Betriebskosten in die Höhe
Leipzig. Auf Mieter und Eigenheimbesitzer in Leipzig kommen auch in diesem Jahr steigende Kosten zu. Verantwortlich dafür sind zum einen steigende Betriebskosten, zum anderen klettern die Kaltmieten und Grundstückspreise in die Höhe.
„Allgemein steigen die Kaltmieten in Leipzig wegen der erhöhten Nachfrage“, sagt Jens Zimmermann, zweiter Vorsitzender beim Regionalverband Mitte-Ost des Immobilienverbands Deutschland (IVD). „In den vergangenen Jahren wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und das Stadtbild ist durch Sanierungen optisch attraktiver geworden“, so der Makler. Zudem habe der Erholungscharakter durch Parkanlagen und das Umland – wie etwa den Cospudener See – an Bekanntheit gewonnen. Ein weiterer Vorteil sei die gute Infrastruktur, insbesondere die Anbindung an die Autobahn 38.
Bis zu zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter
Auch das erhöhte Studentenaufkommen schlägt sich in Leipzigs steigenden Kaltmieten nieder. Vor allem die Doppeljahrgänge an Abiturienten, die durch die Abschaffung der 13. Jahrgangsstufe in vielen Bundesländern entstanden sind, bescheren der Uni-Stadt eine stärkere Nachfrage. „Es ist noch immer möglich, eine günstige Studentenwohnung für eine Kaltmiete von vier Euro pro Quadratmeter zu bekommen“, erklärt Zimmermann. Die Ansprüche an die ersten eigenen vier Wände dürften dann aber nicht allzu groß sein.
Im Raum Sachsen und Sachsen-Anhalt, den der Regionalverband Mitte-Ost betreut, verzeichneten die meisten Städte in den vergangenen Jahren steigende Spitzenmieten. Leipzig – so zeigt es der IVD Immobilienpreisspiegel 2011 – führt dabei die Liste an. Hier kann der Quadratmeter in Toplagen bis zu zehn Euro Kaltmiete kosten. Diesen Wert erreichen Wohnungen in den beliebten Stadtteilen Zentrum, Gohlis-Süd, im Musik- sowie im Waldstraßenviertel. Schleußig und die Südvorstadt erreichen diese Werte noch nicht, sind aber weiter stark im Kommen.
Günstige Mieten in Leipziger Randbezirken
„Diese Stadtteile haben sich im Laufe der Jahre einen Namen gemacht. Neben der Nähe zur Innenstadt spielt in vielen Fällen durchaus auch das Prestige des bekannten Stadtteils eine Rolle in der Wohnungssuche“, weiß auch Eric Lindner, Geschäftsführer vom Leipziger Ortsverein der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund. Weniger attraktiv seien dagegen die Leipziger Randbezirke wie Grünau, Anger-Crottendorf oder Paunsdorf.
„Das ist aber keine neue Entwicklung. Schuld daran ist die Lage, denn Wege zum Einkaufen oder Ausgehen in der Innenstadt werden dadurch länger und auch kostenintensiver. Vor allem, wenn der Sicherheitsaspekt mit hineinspielt und man ein Taxi nutzen möchte.“ Es gebe natürlich auch Mieter, die bewusst etwas Abstand zum hektischen Stadtkern suchen würden, aber die spielten eine untergeordnete Rolle.
Von sogenannten Mietspiegeln, die die durchschnittliche Kaltmiete pro Stadtteil darstellen, hält Lindner generell wenig. Sie werden oft als Service auf Immobilien-Plattformen im Internet oder in Magazinen angeboten. Repräsentativ seien diese aber nicht, da sie nur einen Durchschnitt der dort eingestellten Vermietungsangebote abbilden würden. „Nicht unwesentlich für die Preisgestaltung sind ja auch der Grundriss und die Ausstattung der Wohnung mit Extras wie Balkonen“, fügt Jens Zimmermann hinzu.
Auch der Mieterbund Sachsen rechnet für das Jahr 2012 mit steigenden Mieten im Freistaat, vor allem durch die Nebenkosten. „Der Trend aus den vergangenen Jahren wird sich fortsetzen. Viele Mieter werden noch tiefer in die Tasche greifen müssen“, sagt Anke Matejka, Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen. Zwar stehe Leipzig im deutschlandweiten Vergleich noch gut da. Hier werden im Höchstfall 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat für die zweite Miete berechnet. Nach Berechnungen des Mieterbundes Sachsen werden im Gegensatz dazu aber im Freistaat im Durchschnitt maximal 2,57 Euro pro Quadratmeter fällig.
Auch die Landeshauptstadt Dresden liegt mit 2,58 Euro pro Quadratmeter nicht nur im Mittel, sondern auch deutlich unter Leipzig.“ Grund dafür ist die unterschiedliche Preisgestaltung der städtischen Versorger. Dresden ist bei der Abrechnung für Wasser, Strom und Heizung im Schnitt ein bis drei Cent pro Quadratmeter günstiger als Leipzig.
Nebenkosten in Sachsen bis zu fünf Prozent höher
Zahlten die Sachsen im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 2,30 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten, müssen sie sich für 2012 auf eine größere Belastung der eigenen Haushaltskasse einstellen. „Vor allem die langanhaltenden Frostperioden zu Beginn des Jahres 2011 haben zu einem höheren Heizenergieverbrauch geführt. Das wird sich deutlich in der Abrechnung zeigen“, sagt die Mietexpertin. „Deshalb bleibt die energetische Modernisierung von Wohngebäuden unverzichtbar“, so Matejka. Die Kosten für Heizöl, Erdgas und Fernwärme seien in den vergangenen Monaten kontinuierlich angestiegen.
Auch die Gebühren für die Grundsteuer und die Müllabfuhr wurden in den vergangene Jahren teilweise bereits erhöht. „Mit Blick auf die desolate Haushaltslage der sächsischen Städte und Gemeinden ist davon auszugehen, dass auch künftig an der Gebührenschraube gedreht wird. Die Verwaltungen sind in dieser Hinsicht sehr einfallsreich, und viele Vermieter werden diese Kosten an die Mieter weitergeben“, sagt die Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen.
Bis zu fünf Prozent mehr müssen Mieter in Sachsen durchschnittlich für die Betriebskosten zahlen als in anderen Bundesländern. Die Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen empfiehlt den Mietern: Es sollte genau auf die Nebenkosten geachtet werden. Sich abzeichnende Mehrbelastungen gilt es im Zweifelsfall prüfen zu lassen.
-
Foto: Wolfgang Zeyen
Wohnen in Leipzig: Bei den Mietpreisen ist die Messestadt sachsenwert am teuersten.
„Allgemein steigen die Kaltmieten in Leipzig wegen der erhöhten Nachfrage“, sagt Jens Zimmermann, zweiter Vorsitzender beim Regionalverband Mitte-Ost des Immobilienverbands Deutschland (IVD). „In den vergangenen Jahren wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und das Stadtbild ist durch Sanierungen optisch attraktiver geworden“, so der Makler. Zudem habe der Erholungscharakter durch Parkanlagen und das Umland – wie etwa den Cospudener See – an Bekanntheit gewonnen. Ein weiterer Vorteil sei die gute Infrastruktur, insbesondere die Anbindung an die Autobahn 38.
Bis zu zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter
Auch das erhöhte Studentenaufkommen schlägt sich in Leipzigs steigenden Kaltmieten nieder. Vor allem die Doppeljahrgänge an Abiturienten, die durch die Abschaffung der 13. Jahrgangsstufe in vielen Bundesländern entstanden sind, bescheren der Uni-Stadt eine stärkere Nachfrage. „Es ist noch immer möglich, eine günstige Studentenwohnung für eine Kaltmiete von vier Euro pro Quadratmeter zu bekommen“, erklärt Zimmermann. Die Ansprüche an die ersten eigenen vier Wände dürften dann aber nicht allzu groß sein.
Im Raum Sachsen und Sachsen-Anhalt, den der Regionalverband Mitte-Ost betreut, verzeichneten die meisten Städte in den vergangenen Jahren steigende Spitzenmieten. Leipzig – so zeigt es der IVD Immobilienpreisspiegel 2011 – führt dabei die Liste an. Hier kann der Quadratmeter in Toplagen bis zu zehn Euro Kaltmiete kosten. Diesen Wert erreichen Wohnungen in den beliebten Stadtteilen Zentrum, Gohlis-Süd, im Musik- sowie im Waldstraßenviertel. Schleußig und die Südvorstadt erreichen diese Werte noch nicht, sind aber weiter stark im Kommen.
Günstige Mieten in Leipziger Randbezirken
-
Foto: Andr Kempner
Neben dem Zentrum, Gohlis-Süd und dem Waldstraßenviertel gehört das Musikviertel zu den teuersten Stadtteilen in Leipzig.
„Das ist aber keine neue Entwicklung. Schuld daran ist die Lage, denn Wege zum Einkaufen oder Ausgehen in der Innenstadt werden dadurch länger und auch kostenintensiver. Vor allem, wenn der Sicherheitsaspekt mit hineinspielt und man ein Taxi nutzen möchte.“ Es gebe natürlich auch Mieter, die bewusst etwas Abstand zum hektischen Stadtkern suchen würden, aber die spielten eine untergeordnete Rolle.
Von sogenannten Mietspiegeln, die die durchschnittliche Kaltmiete pro Stadtteil darstellen, hält Lindner generell wenig. Sie werden oft als Service auf Immobilien-Plattformen im Internet oder in Magazinen angeboten. Repräsentativ seien diese aber nicht, da sie nur einen Durchschnitt der dort eingestellten Vermietungsangebote abbilden würden. „Nicht unwesentlich für die Preisgestaltung sind ja auch der Grundriss und die Ausstattung der Wohnung mit Extras wie Balkonen“, fügt Jens Zimmermann hinzu.
Auch der Mieterbund Sachsen rechnet für das Jahr 2012 mit steigenden Mieten im Freistaat, vor allem durch die Nebenkosten. „Der Trend aus den vergangenen Jahren wird sich fortsetzen. Viele Mieter werden noch tiefer in die Tasche greifen müssen“, sagt Anke Matejka, Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen. Zwar stehe Leipzig im deutschlandweiten Vergleich noch gut da. Hier werden im Höchstfall 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat für die zweite Miete berechnet. Nach Berechnungen des Mieterbundes Sachsen werden im Gegensatz dazu aber im Freistaat im Durchschnitt maximal 2,57 Euro pro Quadratmeter fällig.
Auch die Landeshauptstadt Dresden liegt mit 2,58 Euro pro Quadratmeter nicht nur im Mittel, sondern auch deutlich unter Leipzig.“ Grund dafür ist die unterschiedliche Preisgestaltung der städtischen Versorger. Dresden ist bei der Abrechnung für Wasser, Strom und Heizung im Schnitt ein bis drei Cent pro Quadratmeter günstiger als Leipzig.
Nebenkosten in Sachsen bis zu fünf Prozent höher
-
Foto: Deutscher Mieterbund
Betriebskostenspiegel in Leipzig: Im Höchstfall werden 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat für die zweite Miete berechnet.
Auch die Gebühren für die Grundsteuer und die Müllabfuhr wurden in den vergangene Jahren teilweise bereits erhöht. „Mit Blick auf die desolate Haushaltslage der sächsischen Städte und Gemeinden ist davon auszugehen, dass auch künftig an der Gebührenschraube gedreht wird. Die Verwaltungen sind in dieser Hinsicht sehr einfallsreich, und viele Vermieter werden diese Kosten an die Mieter weitergeben“, sagt die Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen.
Bis zu fünf Prozent mehr müssen Mieter in Sachsen durchschnittlich für die Betriebskosten zahlen als in anderen Bundesländern. Die Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen empfiehlt den Mietern: Es sollte genau auf die Nebenkosten geachtet werden. Sich abzeichnende Mehrbelastungen gilt es im Zweifelsfall prüfen zu lassen.
© Döbelner-Allgemeine-Online, 02.02.2012, 20:49 Uhr
Social Bookmarks:
Oops die Fehlerbox
Ihre Meinung ist uns wichtig
Sollten Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung für uns haben, sind wir dankbar für alle Hinweise. Schicken Sie uns eine E-Mail an:
desk@dnn-online.deLinkempfehlungen
Günstige KFZ Versicherung online finden.
Immer die tagesaktuellen Zinssätze. Jetzt Kreditvergleich nutzen.
Jetzt Kredit Vergleich erstellen und billigen Kredit beantragen.
Auf Partnersuche gehen im Internet nicht nur junge Singles - finden Sie Ihren Traumpartner bei Parship - die Seriöse Partnervermittlung
Stromanbieter vergleichen mit dem online Strom Rechner
Wir führen genau die Anhängerkupplung die Sie sich vorgestellt haben
Google SEO von Experten
Kommen Sie wieder ins Gleichgewicht - im Oberwaid Kurhaus & Medical Center







